Im Zuge der großen Gebietsreform entschloss sich der damalige Gemeinderat von Poppenroth mir seinem 1. Bürgermeister Oswald Schmitt - nachdem er einmal beim Markt Burkardroth "angeklopft" hatte - einstimmig zur Eingemeindung nach Bad Kissingen. Der überwiegende Teil der Einwohner hielten das fWimmelür eine gute Entscheidung.

Nachdem bei der ersten Kommunalwahl keiner der Poppenrother Kandidaten den Sprung in das Stadtparlament geschafft hatte, wurde Wolfgang Wimmel von der Mehrheit der Poppenrother Bürger als Ortssprecher gewählt.

 Die erste Zeit war für manche Bürger von Poppenroth etwas ungewohnt, konnte man doch nicht mehr einfach bei der Gemeindekanzleivorbeikommen, um etwas zu erledigen. So war Wolfgang Wimmel anfangs der Mittler zwischen - vor allem den nicht mobilen, älteren - Bürgern und der Stadtverwaltung.

Ein Beitrag von Wolfgang Wimmel aus dem Jahre 1997

Größere Widerstände gab es nicht. Gewohnheiten wie die traditionelle Bekanntgabe wichtiger kommunaler Entscheidungen und Termine nach dem sonntäglichen Gottesdienst am Kirchplatz wurde von Wolfgang Wimmel eine ganze Zeit weitergeführt. Ebenso band er die Bevölkerung ein, wenn es z.B. darum ging, die Ortsstraßen zu benennen.

Man gewöhnte sich schnell an die neue Situation. Das örtliche Vereinsleben blühte weiter und wurde von der Stadt gefördert, denkt man nur an den neuen Sportplatzbau, den Sportheimbau und den Bau der Tennisplätze. Jeder hatte das Gefühl, man rücke etwas zusammen.

 Die 700 - Jahrfeier, die im Jahr 1986 durch die Ortsvereine organisiert wurde, war ein Beispiel des guten Zusammenhalts. Jeder machte mit und brachte ganz selbstverständlich seinen Beitrag.

Poppenroth - Gemeinderevival

1. Bürgermeister: Oswald Schmitt
2. Bürgermeister: Alois Pfrang

Gemeinderäte:
 Alois Albert
Karl Hartmann
Leo Kröckel
Alois Pfrang
Frank Rauch
Ernst Schlereth
Alfons Schmitt
Ludwig Schmitt

Ortsbild
Die zwei westlichen Stadtteile Albertshausen und Poppenroth pflegten auch vermehrt Kontakte, und so  konnte auch Albertshausen unter einem gemeinsamen Trägerverein "St. Johannisverein Poppenroth-Albertshausen" ein Kindergarten eröffnet werden.

 Wenn der Stadtteil Poppenroth baulich auch keine unmittelbare Berührung mit der Kernstadt hat - die "grüne Lunge", wie viele den städtischen Wald und den Staatswald nennen, trennt uns und wird auch in Zukunft kein bauliches Zusammenwachsen zulassen - fühlte man sich nie als "Außenseiter".

Poppenroth entwickelte sich sprunghaft nach der Erschließung zweier großer Bebauungsgebiete, dem "Heideneller" und der "Aschacherwiese". Viele junge Familien konnten kostengünstig einen Bauplatz Ortsdurchfahrterwerben (Poppenrother Modell), und so sind wir heute der Stadtteil mit der jüngsten Bevölkerung.

Straßenerneuerungen im Altort, die Anlage des neuen Dorfplatzes an der  Pfarrkirche St. Ulrich und der Umbau des alten Friedhofs zu einer Parkanlage, um nur einige Maßnahmen zu nennen, machten den Stadtteil schöner und liebenswerter.

In den letzten Jahren hat sich aus dem ursprünglich bäuerliche strukturierten Ort ein Stadtteil mit hohem Wohnwert entwickelt. Die kommunale Selbstständigkeit ist heute in Poppenroth kein Thema mehr. Ein reges Vereinsleben - neue Vereine kamen dazu - zeugt  immer noch einer intakten Dorfgemeinschaft. Die Poppenrother sind und bleiben Poppenrother und sind ganz selbstverständlich "Bad Kissinger".

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