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Es war gegen 15.30 Uhr. Dicke schwarze Rauchwolken qualmten aus der Scheune des Wilhelm Schlereth am Friedhof. Dunkle Wolkenmassen am Himmel ließen ein Gewitter ahnen. Voller Hast eilten die Männer zum Brandplatz. Schon schien es, dass man des Feuers Herr werden und auf seinen Herd beschränken könne. Da - heulend kam der Sturm geflogen und trug die Funken ungefähr 80 m weiter in eine Scheune. Im Flugfeuer fiel nun Anwesen um Anwesen den Flammen zum Opfer. Die Hitze stieg in Unermessliche. Die Feuerwehren und die Einwohner arbeiteten fieberhaft.
Vor lauter Qualm und Feuer konnte man nicht mehr durch die Dorfstraße. Es war ein Glück, dass durch den Appell der Männer aus der Umgebung, dran raschen Einsatz des gesamte Vieh retten konnte. Durch die riesige Hitze fingen sogar alleinstehende Häuser Feuer. So trug der Wind die Funken über die Dächer hinweg und setzte Gebäude um Gebäude in Brand. Innerhalb 2 Stunden brannten 16 vollständige Anwesen und 22 Scheuen nieder.
Die Wiesen in der Nähe des Dorfes glichen einem Lagerleben im Kriege. Das Vieh stand brüllend umher, Habseligkeiten lagen dazwischen. Aber ein Trost war den Menschen geblieben - es war kein Menschenleben zu beklagen"
Von allen Seiten trafen großherzige Spenden ein und halfen den Geschädigten. Die Nachbargemeinden stellten sich sofort mit Personen und Gespannen zur Verfügung und schafften wochenlang Schutt und Trümmer weg. Langsam erstand das Dorf Poppenroth aus dem Trümmern neu in seiner heutigen Gestalt.
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